Rehabilitation im Dialog – Austausch aktueller Forschungsergebnisse

Potsdam, 18.10.2017 Positive Psychologie in der medizinischen Rehabilitation

25.10.2017, Heinrich-Heine-Klinik

Positive Psychologie in der medizinischen Rehabilitation war das Leitthema des Herbsttreffens des Forschungsverbundes der Universität Potsdam, zu dem sich am 18.10. Wissenschaftler aus ganz Deutschland in der Dr. Ebel Fachklinik für Psychosomatik und Psychotherapie in Potsdam, der Heinrich-Heine-Klinik, zum Wissensaustausch trafen.

Welchen enormen Stellenwert Positive Psychologie und Salutotherapie auch und gerade in der medizinischen Rehabilitation haben, erklärte Prof. Dr. med. Michael Linden von der Charité Berlin. „Salutogenese ist mehr als das Fehlen von Krankheit“, betont der Fachmann und zitiert Voltaire: „Die Kunst der Ärzte besteht darin, den Kranken so lange zu amüsieren, bis die Natur ihn heilt.“ Genusstherapie sei darum so sehr wichtig. Viele Patienten, gerade depressive, müssen erst einmal wieder lernen, zu genießen. Genießen zu können und genießen zu dürfen. Sich Zeit dafür zu nehmen und sich Genuss und Ruhe zu erlauben. Positive Gefühle sind ansteckend – negative allerdings leider auch. Wie der Tag läuft, bestimmt oft schon der Blick in den Spiegel. Gefällt das, was man sieht, ist man auf der guten Seite. Guckt einen das Gegenüber müde oder verknautscht an, ist das ein schlechter Start.


„Wer einen schönen Garten haben will, sollte nicht nur Unkraut jäten, sondern Blumen pflanzen“ – das ist Salutogenese, sagt Prof. Dr. Linden.


Über einen möglichen Umgang mit derlei Frustrationen sprach Frau Dr. med. Barbara Lieberei, Chefärztin der Heinrich-Heine-Klinik. Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit Weisheitstherapie und Weisheitsforschung. Zehn Skills sind es, die Weisheit ausmachen – Alter gehört erstaunlicherweise nicht dazu. „Bei unseren umfangreichen und vielfältigen Studien haben wir keine Korrelation zum Alter gefunden“, berichtet die Ärztin. „Wichtiger ist viel mehr, sich in andere Menschen hineinversetzen zu können.“ Mal Abstand zu finden, über den eigenen Tellerrand zu schauen und die Konsequenzen des eigenen Handelns zu tragen. Denn nicht immer gibt es eine richtige und eine falsche Entscheidung, aber immer, aber auch immer folgen auf Entscheidungen Konsequenzen. Meist sogar widersprüchliche. Ein praktisches Beispiel ergab sich gleich in der Pause der spannenden Tagung: Entscheide ich mich, von dem überaus leckeren Buffet zu schlemmen, habe ich jede Menge Genuss und Spaß... am nächsten Tag jedoch Magenschmerzen oder ein Mehr auf der Waage... oder gar beides. Entscheide ich mich dagegen, entgeht mir garantiert ein köstlicher Genuss in netter Gesellschaft.


„Regeneration als effektive Intervention in der beruflichen Rehabilitation“, die „Prävalenz des Metabolischen Syndroms“, Prädiktoren einer erfolgreichen Dekanülierung nach Langzeitbeatmung“ und „Gesichertes in der Medizinisch-Beruflich Orientierten Rehabilitation (MBOR) ergänzten das abwechslungsreiche Programm, zu dem neben interessierten Wissenschaftlern auch Vertreter der Rentenversicherungen, der Krankenversicherungen und interessierte Öffentlichkeit gekommen waren.
Eingeladen hat Prof. Dr. med. Heinz Völler. Professor Völler hat die einzige Professur für Rehabilitationswissenschaften im Land Brandburg inne, eine Stiftungsprofessur, die nun schon im zweiten Zyklus von der Dr. Ebel Fachklinik Heinrich-Heine-Klinik gefördert wird.
Die Dr. Ebel Fachkliniken sind als inhabergeführtes Familienunternehmen nah am Menschen und nah am Leben. Acht Kliniken in sechs Bundesländern, in denen rund 1.500 Mitarbeiter über 20.000 Patienten pro Jahr betreuen: in Psychosomatik und Psychotherapie, Orthopädie, Rheumatologie, Neurologie, Kardiologie, Onkologie, Lymphologie, Geriatrie, Naturheilverfahren und mit Pflege/Seniorenwohnsitz. Die Standorte wurden bewusst so gewählt, dass nicht nur das medizinische Angebot der Kliniken, sondern auch die Natur draußen vor der Tür zu Genesung der Patienten beiträgt.
Der Weg zurück ins Plus führt bei den Dr. Ebel Fachkliniken durch tiefgrüne Waldgebiete, sanfte Hügellandschaften und entlang idyllischer Seeufer.


KONTAKT
Dr. Ebel Fachkliniken GmbH & Co.,
Heinrich-Heine-Klinik KG, Am Stinthorn 42, 14476 Potsdam
Urte Michaelsen, Tel. 0176 6156 2597, Fax 033208 56-650,
presse@ebel-kliniken.com, www.potsdam.ebel-kliniken.com

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