Symposium an der weltweit größten Radonquelle in Bad Brambach Wissenschaftlicher Erfahrungsaustausch zur heilenden Wirkung des Edelgases

21.08.2014, Klinik Bad Brambach

Das Edelgas Radon und seine heilsame Wirkung auf den Menschen steht vom 27. – 30. November im Mittelpunkt des 4. Radonsymposiums, das die Sächsische Staatsbäder GmbH einmal im Jahr in Zusammenarbeit mit der Dr. Ebel Fachklinik für Rheumatologie, Orthopädie und Kardiologie in Bad Brambach (Vogtland) veranstaltet – dort, wo sich die weltweit stärkste Radonquelle befindet. 

Namhafte Referenten, die sich seit Jahrzehnten wissenschaftlich mit der Radon-Therapie beschäftigen, werden in Fachvorträgen ihre neuesten Erkenntnisse vorstellen und mit eingeladenen Vertretern von Selbsthilfegruppen und betroffenen Patienten Erfahrungen austauschen. Das diesjährige Symposium setzt den Fokus auf das natürliche Heilmittel Radon als Kohlesäure-Mineralheilwasser in Form von Radonbädern bei Rheuma, Morbus Bechterew, Arthrosen und Osteoporose. Neben naturwissenschaftlichen Fakten zum ortsgebundenen Heilmittel, wird über die Therapie mit Radon-Kohlensäure-Bädern bei bestimmten Krankheitsbildern wie Osteoporose referiert. Der Chefarzt der Abteilung Kardiologie in der Dr. Ebel Fachklinik in Bad Brambach berichtet am Samstag, den 29. November über seine Erfahrungen mit Radon aus der ambulanten und klinischen Praxis. „Deutschlandweit sind wir als Klinik, neben einer weiteren in Bad Steben, beispiellos bei der Anwendung des Heilmittels Radon in Form der Bädertherapie und als Trinkkur. Unsere positiven Erfahrungen sprechen für sich. Patienten berichten von signifikanten Schmerzlinderungen, die bis zu neun Monate anhalten. Wissenschaftliche Studien belegen diese Wirkung.“, sagt Dr. Brigitte Vulpe, Leitende Chefärztin der Fachklinik für Rheumatologie, Orthopädie und Kardiologie in Bad Brambach.  

Radon, ein natürliches Edelgas mit heilender Wirkung

Das radioaktive Edelgas wirkt schmerzstillend und entzündungshemmend. Die gesundheitsfördernde Wirkung des natürlichen Gases ist auf die energiereichen Alphastrahlen zurückzuführen, die beim Zerfall entstehen. Dabei regt der milde Strahlungseffekt des Edelgases die Zellen an und ist schonend für den gesamten Organismus. Neben der Aktivierung des Stoffwechsels und der Selbstheilungskräfte erhöht eine Radontherapie unter anderem die Ausschüttung von Endorphinen, die zur Schmerzlinderung beitragen. 

Eine positive Wirkung versprechen Radonanwendungen für den Stütz- und Bewegungsapparat. 

„Eine Besonderheit der Bad Brambacher Radonanwendungen ist die in einem hohen Maß enthaltene Kohlensäure. Dadurch können auch Patienten mit Herz-Kreislauf-Problemen, für die 

ein Wannenbad zu belastend wäre, schmerzlindernde Radon-Kohlensäurebäder in Anspruch nehmen“, erklärt Silvia Sommer, Leiterin Therapie- und Gesundheitsprävention bei der Sächsischen Staatsbäder GmbH. 

Die langanhaltende Linderung von Beschwerden, auch Monate nach der Radonbehandlung, ist in mehreren Studien unter Federführung und Beteiligung unseres Oberarztes, Herrn Dr. med. Reiner wissenschaftlich nachgewiesen worden.

Seit mehr als 100 Jahren Radontherapien in Bad Brambach 

Radonkuren haben in Bad Brambach, im Südwesten von Sachsen, eine mehr als 100 Jahre alte Tradition. Heilsame Effekte werden insbesondere bei entzündlich rheumatischen Erkrankungen, bei Arthrosen und Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates erzielt. 

In der Rehabilitationsklinik Bad Brambach wird das hochwirksame Radon in Form von Wannenbädern und als Trinkkuren angewendet. Hier sind die Radonbäder und Trinkkuren, die nur nach ärztlicher Verordnung und Aufklärung erfolgen, Teil eines komplexen Reha-Konzeptes, welches gezielt die aktiven und passiven Therapien in Kombination anwendet, so beispielsweise die Gymnastik, Ergotherapie, Mooranwendungen und galvanische Bäder.


Im sächsischen Bad Brambach befindet sich die weltweit stärkste Radonquelle 

Das wertvolle Edelgas ist in den Heilquellen im sächsischen Bad Brambach in einer weltweit einzigartigen Konstellation enthalten. Radon befindet sich überall in der Erdrinde und in der Luft. Besonders hoch ist der Gehalt in uranhaltigem Gestein und wo der Boden sehr gasdurchlässig ist. Radonhaltige Badequellen sind die Obere und die Untere Grenzquelle. Radonhaltige Trinkquellen sind die Schiller- und die Wettinquelle in Bad Brambach. Letztere ist die stärkste Radonquelle der Welt. Beim Baden oder Trinken von radonhaltigem Mineralheilwasser gelangt das kontrolliert dosierte und dadurch unschädliche Heilmittel in den Organismus. Radon entsteht durch den natürlichen Zerfall von Radium. Das Edelgas ist ein natürlicher Bestandteil unserer Umwelt. Die Heilquellen in Bad Brambach enthalten gelöstes Radon, Mineralien und Kohlensäure.

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