• Regelung Zuzahlung

Regelung Zuzahlung zur gesetzlichen Rentenversicherung

Gesetzliche Rentenversicherung - Zuzahlungen und Belastungsgrenzen für die stationäre medizinische Rehabilitation

Seit 2004 gelten folgende Regelungen bei Zuzahlungen:

  • bei Anschlussrehabilitationsmaßnahmen: 10,00 Euro pro Tag des stationären Aufenthalts begrenzt auf 14 Tage, wenn sich die stationäre Rehabilitation innerhalb von 14 Tagen einer stationären Krankenhausbehandlung anschließt.

  • Wurden mehrere Leistungen erbracht, so werden alle Tage der Zuzahlung an den Rentenversicherungsträger und an die Krankenkasse innerhalb eines Kalenderjahres berücksichtigt und gegenseitig angerechnet.

  • Für alle übrigen Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen 10,00 Euro pro Tag des stationären Aufenthalts. Nach den Befreiungsrichtlinien der Rentenversicherungsträger ist die Zuzahlung für höchstens 42 Tage zu erbringen.

Kinder bis einschließlich 18 Jahre müssen keine Zuzahlung leisten.

Ermäßigte Zuzahlung:

Versicherte,

  • die mindestens ein Kind haben
  • die pflegebedürftig sind, wenn ihr Ehegatte, mit dem sie in häuslicher Gemeinschaft leben, sie pflegt und deswegen eine Erwerbstätigkeit nicht ausübt
  • deren Ehegatte, mit dem sie in häuslicher Gemeinschaft leben, pflegebedürftig ist und keinen Anspruch auf Leistungen aus der Pflegeversicherung hat

sind nach folgender Maßgabe vollständig oder teilweise auf Antrag von der Zuzahlung befreit:

mtl. Nettoeinkommen:

bis 980,00 Euro: keine Zuzahlung

ab 981,00 Euro: 8,00 Euro/Tag

ab 1.020,00 Euro: 8,50 Euro/Tag

ab 1.080,00 Euro: 9,00Euro/Tag

ab 1.140,00 Euro: 9,50 Euro/Tag

ab 1.200 Euro: 10,00 Euro/Tag


Vollständig von der Zuzahlung befreit sind auch Übergangsgeldbezieher. Bezieher von Sozialhilfe können sich auf Antrag vollständig von der Zuzahlung befreien lassen.

Bürgertelefon 

Alle Fragen rund um das deutsche Gesundheitssystem beantwortet Ihnen das das Bundesministerium für Gesundheit am Bürgertelefon. Die Beratungstelefone des Bundesministerium für Gesundheit erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr, am Freitag von 8 bis 12 Uhr unter folgenden Nummern:

Bürgertelefon zur Krankenversicherung: 030 / 340 60 66 – 01

Bürgertelefon zur Pflegeversicherung: 030 / 340 60 66 – 02

Bürgertelefon zur gesundheitlichen Prävention: 030 / 340 60 66 – 03

Regelung Zuzahlung zur gesetzlichen Krankenversicherung

Gesetzliche Krankenversicherung - Zuzahlungen und Belastungsgrenzen für die stationäre medizinische Rehabilitation

Seit 2004 gelten folgende Regelungen:

  • Für Anschlussrehabilitationsleistungen: 10,00 Euro pro Tag des stationären Aufenthalts, begrenzt auf insgesamt 28 Tage (Krankenhaus und Anschlussrehabilitation).
  • Hierbei erfolgt eine Anrechnung der aufgrund eines vorangegangenen Krankenhausaufenthalts im selben Kalenderjahr gezahlten Zuzahlungsbeträge.
  • Bei allen übrigen Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen: 10,00 Euro pro Tag des stationären Aufenthalts – ohne zeitliche Begrenzung oder Anrechnung bereits geleisteter Zuzahlungsbeträge.
  • Bei Vorsorgekuren für Mütter und Müttergenesungskuren (auch Mutter-Kind-Kuren): 10,00 Euro pro Tag des stationären Aufenthalts, wenn die Krankenversicherung die Kosten der Kur vollständig übernimmt.
  • Kinder bis einschließlich 18 Jahre müssen keine Zuzahlung leisten.

Belastungsgrenze:

Zuzahlungen müssen nur bis zur Erreichung einer Belastungsgrenze geleistet werden. Diese liegt bei 2 Prozent der Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt. Für chronisch Kranke liegt er bei 1 Prozent. Zu diesen Bruttoeinnahmen zählen alle Einkünfte, die zur Bestreitung des Lebensunterhalts zur Verfügung stehen, also nicht nur das Arbeitseinkommen, sondern z. B. auch Abfindungen, Betriebsrenten oder Mieteinnahmen.

Von den Bruttoeinnahmen können Familien pro Kind 3.648 Euro abziehen, für Ehepartner können 4.410 Euro in Abzug gebracht werden. Die meisten Krankenkassen bieten auf ihren Internetseiten sog. Zuzahlungsrechner an, mit denen die individuelle Belastungsgrenze leicht ermittelt werden kann.

Bürgertelefon 

Alle Fragen rund um das deutsche Gesundheitssystem beantwortet Ihnen das das Bundesministerium für Gesundheit am Bürgertelefon. Die Beratungstelefone des Bundesministerium für Gesundheit erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr, am Freitag von 8 bis 12 Uhr unter folgenden Nummern:

Bürgertelefon zur Krankenversicherung: 030 / 340 60 66 – 01

Bürgertelefon zur Pflegeversicherung: 030 / 340 60 66 – 02

Bürgertelefon zur gesundheitlichen Prävention: 030 / 340 60 66 – 03