• Mündener Str. 9-13
    34385 Bad Karlshafen

    +49 5672 / 181 - 0
    +49 5672 / 181 - 403

    Hotline: +49 800 / 18 163 60
    kostenlos aus dem deutschen Festnetz (Mobilfunk abweichend)

    Anfahrt

  • Mündener Str. 9-13
    34385 Bad Karlshafen

    +49 5672 / 181 - 0
    +49 5672 / 181 - 403

    Hotline: +49 800 / 18 163 60
    kostenlos aus dem deutschen Festnetz (Mobilfunk abweichend)

    Anfahrt

  • Mündener Str. 9-13
    34385 Bad Karlshafen

    +49 5672 / 181 - 0
    +49 5672 / 181 - 403

    Hotline: +49 800 / 18 163 60
    kostenlos aus dem deutschen Festnetz (Mobilfunk abweichend)

    Anfahrt

  • Mündener Str. 9-13
    34385 Bad Karlshafen

    +49 5672 / 181 - 0
    +49 5672 / 181 - 403

    Hotline: +49 800 / 18 163 60
    kostenlos aus dem deutschen Festnetz (Mobilfunk abweichend)

    Anfahrt

  • Mündener Str. 9-13
    34385 Bad Karlshafen

    +49 5672 / 181 - 0
    +49 5672 / 181 - 403

    Hotline: +49 800 / 18 163 60
    kostenlos aus dem deutschen Festnetz (Mobilfunk abweichend)

    Anfahrt

  • Mündener Str. 9-13
    34385 Bad Karlshafen

    +49 5672 / 181 - 0
    +49 5672 / 181 - 403

    Hotline: +49 800 / 18 163 60
    kostenlos aus dem deutschen Festnetz (Mobilfunk abweichend)

    Anfahrt

Ketogene Ernährung bei MS (Multipler Sklerose)

2010 waren mehr als 200.000 Menschen an Multipler Sklerose erkrankt. Betroffen sind meist Menschen im jungen Erwachsenenalter. Noch gibt es keine Heilung für diese neurologische Krankheit. Darum steht die Erhaltung der Lebensqualität der Betroffenen im Vordergrund.

Was ist Multiple Sklerose?

MS ist eine chronisch-entzündliche Krankheit, die das zentrale Nervensystem, das Gehirn, das Rückenmark und den Sehnerv befallen kann.
Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, was bedeutet, dass das Immunsystem sich gegen die eigenen Zellen des Körpers richtet und nicht wie normalerweise nur gegen Krankheitserreger und Schädlinge. Genauer gesagt greift bei MS das Immunsystem die Markscheiden (Myelinscheiden) der Nervfasern an.
Dabei handelt es sich um die isolierende Schicht der Nerven. Du kannst dir das wie die Isolation um ein elektrisches Kabel vorstellen. Wenn dieser Schutz verschwindet, werden die Nervenreize nicht mehr so gut weitergeleitet und es kommt zu einer Reihe von Symptomen.
Zu Beginn treten oft Empfindlichkeitsstörungen in Armen und Beinen auf. Auch kann es zu Sehstörungen, Muskelschwäche oder Lähmungen kommen. Ebenfalls möglich sind Muskelsteifigkeit und gleichzeitige Gleichgewichtsstörungen.
Im späteren Verlauf der Krankheit kann es unter anderem zu Gangstörungen, Kraftlosigkeit, Ermüdung und Sprechstörungen kommen. Die Schwere und der Verlauf der Erkrankung sind jedoch nicht einheitlich, auch die Symptome können von Patient zu Patient verschieden sein.

Ursachen für MS

Die Ursachen für Multiple Sklerose sind heute noch nicht geklärt. Vermutet wird eine Kombination aus erblichen Faktoren und Umwelteinflüssen, die die gestörte Reaktion des Immunsystems hervorrufen.

In der Infektionshypothese nehmen Forscher an, dass die Weichen für eine MS-Erkrankung bereits im Kindesalter gestellt werden. Es könnte sein, dass bestimmte Infektionen MS begünstigen, wie beispielsweise Herpes, Masern und das Epstein-Barr-Virus.

Das Immunsystem verwechselt daraufhin körpereigene Zellen mit Krankheitserregern und greift diese an. Allerdings handelt es sich bei Multiple Sklerose in keinem Fall um eine ansteckene Krankheit.

Neben dieser Theorie gibt es noch andere Hypothesen, wie es zu einer MS-Erkrankung kommen könnte, für diese gibt es jedoch noch nicht ausreichende wissenschaftliche Beweise.

Die Hygienehypothese besagt, dass Kinder mit Geschwistern ein stärkeres Immunsystem haben, da sie mehr Krankheitserregern ausgesetzt werden und dadurch ein geringeres Erkrankungsrisiko haben. Ebenso könnte eine sehr gute Versorgung mit Vitamin D im Kindesalter, das Risiko MS zu bekommen, verringern.

In der Geschlechterhypothese wird vermutet, dass hormonelle Faktoren eine Rolle spielen könnten, da 70% der MS-Patienten Frauen sind.

Ketogene Ernährung bei MS

Die ketogene Ernährung ist die Weiterentwicklung des Fastens. Da Fasten keine dauerhafte Lösung ist und die eingetreten Verbesserung meist wieder verschwindet, wenn normal gegessen wird, wurde die ketogene Ernährung entwickelt, um die positiven Effekte des Fasten dauerhaft zu machen.

Wie im Hungerzustand auch nutzt das Gehirn bei der ketogenen Ernährung Ketonkörper aus Fettsäuren zur Energiegewinnung. Eine ketogene Ernährung ist im Alltag deutlich leichter und dauerhafter umzusetzen als Fasten.

Eine ketogene Ernährung verzichtet beinahe gänzlich auf Kohlenhydrate und setzt stattdessen verstärkt auf gesunde Fette und stärkearmes Gemüse. Nachdem der Körper den Kohlenhydrate-Entzug durchlebt hat, stellt er seinen Stoffwechsel auf die Energiegewinnung aus Fett um.

Nahezu alle Zellen des Körpers nutzen nun Ketonkörper, die aus Fett gewonnen werden, statt Glukose, die aus Zucker bzw. Kohlenhydraten gewonnen wird, zur Energiegewinnung.
Eine ketogene Ernährung bei MS hat einige mögliche Vorteile: Die Nutzung von Fett statt Zucker mindert Entzündungsprozesse im Körper, da die Nutzung von Fett weniger oxidativen Stress für die Zelle bedeuten kann.

Verbrennt die Zelle Zucker, um ihren Energiebedarf zu decken, entstehen freie Radikale. Das sind winzige, hochreaktive Teilchen, die Schäden an den Zellen hervorrufen können. Ketone schützen somit die Nervenzellen.

Gleichzeitig versorgt eine ketogene Ernährung das Gehirn mit mehr Energie, da es Ketonkörper ausgezeichnet als Energiequelle nutzen kann. Zudem wird vermutet, dass eine ketogene Ernährung die Neubildung von Mytochondrien anregt.

Das sind die Kraftwerke der Zellen, die dafür sorgen, dass die Zelle genügend Energie zur Verfügung stehen hat. Eine Stimulierung der Mytochondrien bedeutet mehr Energie für den Körper. Eine ketogene Ernährung bei MS könnte folglich die Energieversorgung des Körpers verbessern und für einen höheren Schutz der Nervenzellen sorgen.

Fastentherapie

Therapeutisches Kurzzeit-Fasten (7-10 Tage) wird bereits bei vielen chronisch entzündlichen Erkrankungen als Behandlung eingesetzt. Zum Beispiel bei Arthritis oder Darmerkrankungen.

Auch neurologische Erkrankungen, wie Epilepsie werden seit dem 19. Jahrhundert mit Fastenkuren behandelt. Dabei wurde beobachtet, dass das Fasten die Häufigkeit der Anfälle verringert. Fasten kann sich ebenfalls positiv auf Alzheimer oder Parkinson auswirken.

Die Reduzierung der Nahrung hat vermutlich positive Auswirkungen auf die Degeneration der Nervenzellen. Was der genaue Grund dafür ist, dass Fasten diese Krankheiten verbessert, ist bisher noch nicht bekannt, vermutet wird, dass es keinen einzelnen Faktor gibt, sondern mehrere komplexe Veränderungen.