Körpertherapie

In der Dr. Ebel Fachklinik Bergfried wird die Konzentrative Bewegungstherapie (KBT) als eigenständiges körperorientiertes Psychotherapieverfahren in der Gruppen- und Einzeltherapie eingesetzt.

Das sind die Ziele der Konzentrativen Bewegungstherapie:

  • Verbesserung der Selbst- und Körperwahrnehmung
  • Bewusst werden der eigenen Befindlichkeit
  • Bearbeitung von inneren und äußeren Konflikten

Auch können Beziehungssituationen geklärt, Gefühle wahrgenommen und geäußert sowie an Grenzen gearbeitet werden (Schmerzgrenze, Leistungsgrenze). Zusammenhänge (Symptomatik-Lebenssituation-Familiengeschichte) werden verdeutlicht, die Ich-Stärkung wird angestrebt. 

Das zentrale Vorgehen der KBT wird bestimmt durch den Weg vom Wahrnehmen zum Vergleichen, Ausprobieren, Wählen, Entscheiden, Verändern und schließlich Handeln.

Die therapeutische Arbeit besteht aus Bewegungsangeboten und anschließenden Gesprächsanteilen. Die Bewegungsteile dienen der Wahrnehmung und Erprobung, die Gesprächsanteile der Reflexion des Erlebten. So können im Schutz der therapeutischen Gruppe Vergangenes wiederbelebt, neue Verhaltensmuster erprobt und Festgefahrene korrigiert werden.

Das körperorientierte Erleben ermöglicht es dem Übenden, gesunde Anteile und Störungen zu unterscheiden und zu verstehen. Übungen betreffen Geben und Nehmen, Nähe und Distanz, Aggression und Hemmung, Hingabe und Widerstand sowie die Sensibilisierung der Sinne.

Ein wichtiger Anteil der KBT-Arbeit ist das Einbeziehen von Gegenständen. Diese dienen dabei als Realobjekte, als Hilfsmittel zum Aufbau der Selbstwahrnehmung, der Gestaltung des Körperbildes sowie als Mittel zur szenischen Darstellung. Auch haben sie eine Funktion als Objekt zur Beziehungsgestaltung und als Übergangsobjekt. Verwendet werden Bälle, Kugeln, Stäbe, Seile, Decken, Sandsäcke und Naturmaterialien wie Steine oder Muscheln.