Behandlungsspektrum

Unsere indikationsgeleiteten Therapieangebote richten sich an Patienten mit Diagnosen aus dem Fachgebiet der psychosomatischen Medizin bezogen auf die Internationalen Klassifikation psychischer Störungen.

  • Depressive Störungen
  • Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen
  • Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren
  • Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen

Damit wenden wir uns vor allem an Patienten mit folgenden Störungsbildern entsprechend:

Affektive Störungen

  • Depressive Episoden
  • Rezidivierende depressive Störungen
  • Dysthymia

Depressionen

Wenn niedergedrückte Stimmung und Lustlosigkeit mit alltäglichen Mitteln nicht mehr bewältigt werden können, sprechen wir von Depressionen. Bei der Entstehung können Verlusterlebnisse, dauerhafte Konflikte und neurochemische Prozesse beteiligt sein.

Unsere Therapie: In der Klärungsphase identifizieren wir auslösende und aufrechterhaltende Bedingungen, Ziele und Werte des Patienten und verbinden diese dann mit dem Aufbau positiver Aktivitäten, z.B. mittels Ergo- oder Sporttherapie.

Ergänzend werden Ernährungsberatung und psychopharmakologische Therapien angeboten, wenn diese indiziert sind, dazu gehören auch Medikamente auf phytotherapeutischer (d. h. pflanzlicher) Grundlage.

Die wiedergewonnene Lebensfreude und Lebendigkeit wird dann dazu genutzt, notwendige Veränderungen vorzunehmen.

In der Reintegrationsphase geht es vor allem um die Sicherung der Leistungsfähigkeit und Training des Alltagstransfers. Dazu werden im Bedarfsfall auch Paar- oder Familiengespräche angeboten.

Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen

  • Phobische Störung
  • Andere Angststörungen
  • Zwangsstörungen
  • Reaktionen auf Belastungen und Anpassungsstörungen
  • Dissoziative Störungen
  • Somatoforme Störungen

Angst

Angst ist eine angeborene Fähigkeit und kann sehr sinnvoll sein. Ist sie jedoch nicht angemessen und beeinträchtigt die Reaktionen eines Menschen – dann ist aus der ganz normalen Angst eine Krankheit geworden.

So gehen wir vor: Auf die genaue Analyse der Angst und Ihrer Auslöser folgt die kognitive Vorbereitung auf die Besonderheiten der Behandlung. Die sich anschließende Expositionsphase dient der eigentlichen Regulation und Bewältigung der Angst und der Wiedergewinnung von Sicherheit und Selbstvertrauen.

In der Abschlussphase werden Eigenexpositionen und Rückfallprophylaxe geplant. Entspannungsverfahren, Angstsport, Atemgymnastik und ein ausgewogenes balneophysikalisches Programm ergänzen die Behandlung.

Ziel der Behandlung ist es, wieder ein selbstbestimmtes Leben in Geborgenheit und Sicherheit führen zu können.

Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren

  • Essstörungen (Bulimie und Anorexie nur im Einzelfall)
  • Nicht organische Schlafstörungen
  • Psychische Faktoren oder Verhaltenseinflüsse bei andernorts
    klassifizierten Erkrankungen z. B. muskuloskeletale Erkrankungen, rheumatoide Erkrankungen, Erkrankungen des rheumatischen
  • Formenkreises, insbesondere Fibromyalgie; des weiteren Migräne und Kopfschmerzen

Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen

  • Spezifische Persönlichkeitsstörungen

Hyperkinetische Störungen

  • Hyperkinetische Störung mit Persistenz ins Erwachsenenalter

Wir können keine Therapie leisten bei Patienten, die

  • hirnorganisch erkrankt sind, soweit sie nicht in der Lage sind, an den Therapien teilzunehmen,
  • unter schweren Persönlichkeitsstörungen leiden und bei denen keine Behandlungsmotivation besteht oder bei Selbstverletzung,
  • akut psychotisch oder manisch sind,
  • primär alkohol-, drogen- und medikamentenanhängig sind,
  • auf Dauer bettlägerig sind,
  • schwere konsumierende Erkrankungen aufweisen,
  • schwer oder mittelschwer intelligenzgemindert sind.